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Stefans Blog - Eintrag


Zum sechsten Mal – wird fortgesetzt

Die Übung war, einen Text zu folgendem Beginn zu schreiben:
Die letzten schweren Wolken hatten sich verzogen. Erschreckend hell leuchtete der Vollmond es an: Schloss Drachenfels lag vor uns.


„Na, kommt schon“, sagte der Vater. „Ihr wisst doch, dass der Mond nicht von selbst leuchtet, sondern das Sonnenlicht reflektiert...“
„Und – was soll uns das jetzt sagen“, gab ich zurück. „Als ob das noch eine Rolle spielt...“
„Genau“, unterbrach mich meine Schwester. „Der Regen vorhin – ich meine, es goss ja in Strömen und zwar so sehr, dass es unter uns weg floss!“
„Meine Socken sind total nass geworden“, mischte sich jetzt mein Bruder ein. „So, dass ich sie ausziehen und auswringen musste. Meine linke Socke fehlt seit dem...“
Ich blieb stehen und blickte meinem Vater in die Augen: „So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass du uns all die Jahre hinters Licht geführt hast, mit deinen Geschichten!“
„Ach, wo denkst du hin“, antwortete Dieser. „Nun kommt endlich weiter. Es ist schon genug, dass wir die Kutsche zurücklassen mussten!“
„Weil sie sie markiert haben“, sagten mein Bruder und meine Schwester gleichzeitig. „Mit diesen... Mit diesen schrecklichen Symbolen!“
„Ihr meint, die Graffitis der Dorfbewohner hätten euch geschadet“, antwortete Vater. „Pah – welche Weichlinge habe ich hervorgebracht! Ich habe in meiner Jugend über so etwas gelacht...“
„Mir war gar nicht zum Lachen, als ich in die frische Farbe versehentlich hinein gegriffen habe“, sagte ich entrüstet dazu. „Ich meine, was da an meinen Fingern klebte, sah ganz eindeutig nach Silber aus!“
„Iih“, meinte meine Schwester plötzlich. „Ich musste gerade aufstoßen... Und es schmeckte nach Knoblauch!“
„Dann wird von der Junge – den du gebissen hast – vorher Knoblauch gegessen haben“, antwortete dieser der Vater. „Ach – was uns nicht umbringt, macht uns härter! Jetzt kommt endlich. Die Mutter wartet und ich will in meinen Sarg!“
„Immer diese altmodischen Särge“, protestierten wir Jungvampire und trotteten dem Alten zu unserem Zuhause nach.



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