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Stefans Blog - Eintrag


Zum dritten Mal – wird fortgesetzt

Die Übung war, einen Text zu folgendem Beginn zu schreiben:
Beinahe hatte ich den Gipfel des Mount Dream erklommen. Hinter mir lag ein gefährlicher Aufstieg. Da...


...spürte ich plötzlich, dass die dünne Luft sich immer mehr bemerkbar machte.
Es war nicht so sehr, dass ich begann, unter Sauerstoffmangel zu leiden, denn schließlich hatte ich ja mich lange im Höhentrainingslager für die Erklimmung dieses Gipfels vorbereitet. Trotzdem begann ich gerade, etwas unregelmäßiger zu atmen. Ein merkwürdiges Gefühl breitete sich in meinem Körper aus.
Kündigt sich so etwa ein langsames Ersticken an?
Es schien sich in der Herzgegend zu manifestieren. Ein unbestimmter Druck, der immer schmerzhafte wurde.
Ein Herzanfall?
Ich war doch körperlich topfit gewesen beim Gesundheitscheck, den ich sicherheitshalber vor diesem Abenteurer durchlaufen hatte.
Trotzdem wandelte sich der Schmerz und wurde sogar richtig stechend.
Na klasse – da hatte ich keine Kosten und Mühen gescheut, war von Pontius zu Pilatus gelaufen, hatte alle Risiken und Unwägbarkeiten abgeklärt – dachte ich zumindest bisher – und dann provoziert doch die Kletterei in dieser dünnen Luft hier oben einen Herzinfarkt...
Ich, also, werde – kurz vor Erreichen meines Traumziels, meines Traumhöhepunkts, meines Traumgipfels – hier am Seil lebendig verrecken...
Ein lautes, von den Felswänden verstärktes und von den nahebei liegenden Nachbargipfeln zurückgeworfenes Geräusch ertönte plötzlich und kündete von der überraschenden Lösung meines Problems.
„Du Sau“, hörte ich von unten meinen Kletterpartner laut fluchen. „Und stinken tut das Ding auch noch bestialisch!“
„Tschuldige“, antwortete ich verlegen. „Ich hätte wohl vor dem Aufbruch die Dose mit Bohnen doch nicht verdrücken sollen...“



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